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Das pränatale Kinderzimmer

Die Bakterie ist nichts, der Boden ist alles.

Die Erfahrungen des Kindes im Mutterleib gewinnen in der Forschung immer mehr Bedeutung. Bis in die 90er Jahre wurde der Fötus bis zur Geburt nur als biologisches Wesen betrachtet. Doch die Forschung zeigt uns, dass das Baby im Bauch ein menschliches Wesen ist, das spürt und empfindet.
Sie verbringen die erste Phase Ihres Daseins im Leib der Mutter, sie hängen an der Nabelschnur und entwickeln sich im Medium der mütterlichen Gefühle. Sie werden schon jetzt von der Mutter geprägt.
Der pränatale Organismus ist nicht nur Körper, dessen Beseelung irgendwann einmal dazukommt. Bereits ab der achten Schwangerschaftswoche reagieren Föten auf bestimmte Reize, da ist das Kind etwa 2,5 cm groß.
Als Erstes kann der Fötus tasten. In der Gebärmutter tastet er seine Umgebung ab. In der 13. Woche hat er seine Umgebung und seinen eigenen Körper so weit erkundet, dass es seinen eigenen Mund und seinen Daumen zuordnen und am Daumen lutschen kann.
Ab der 20. Woche kann der Fötus Geräusche aus der Umgebung hören. Das gilt auch für die Stimme der Mutter. Diese erkennen Kinder nach der Geburt wieder. Spricht die Mutter deutsch, dann verbindet das Baby mit der Sprache positive Erinnerungen.
Aber auch negative Erlebnisse prägen. So gilt als erwiesen, dass Kinder im Bauch von gestressten Müttern selbst gestresst sind. Wenn die Mutter in der Schwangerschaft sich zum Beispiel häufig ängstlich fühlt, werden vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormone stimulieren auch im Fötus die physiologische Reaktion auf genau dieses Gefühl von Angst und Furcht.
Eine Studie des Imperial College in London wies nach, dass Stresshormone in der Schwangerschaft die Stressanfälligkeit und damit die Krankheitsanfälligkeit im späteren Leben erhöhen.
Jetzt wiegt das Kind zwischen 200 bis 350 Gramm und ist etwa 15 cm groß. Ab der 25. Woche reagiert es auf Lichtreize von außen.
Ab der 28. Woche ist der Fötus schon lebensfähig. Auch riechen und schmecken kann das Kind jetzt.

Letztlich entscheidend für eine gute Entwicklung des Fötus sind der Aufbau und die Sorgfalt einer emotionalen Bindung von Mutter und Kind. Die Basis muss stimmen oder wie Louis Pasteur, Begründer der Mikrobiologie und Geburtshelfer der modernen Medizin, auf seinem Sterbebett sagte: „Die Bakterie ist nichts, der Boden ist alles.“