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Pädagogik - Erziehung oder Beziehung

Kinder sind ein Segen für die Eltern, wenn die Eltern ein Segen für die Kinder sind!

Gab es bis zum 20. Jahrhundert für die Mitglieder der überwiegend kleinen Lebensgemeinschaften schlichtweg keine Wahlmöglichkeiten von Lebensformen, so hat heute die multikulturelle Gemeinschaft so viele unterschiedliche Lebensformen, Überzeugungen und Lebensziele, dass jeder Versuch, eine verbindliche Erziehungsmethode herzustellen, Konflikte und Krisen in uns produziert.

Eine Erziehung, die zäh an Bestehendem festhält und Neues schroff ablehnt zwingt die Kinder in extreme Verhaltensmuster - sind sie doch tagtäglich mit Neuem und Andersartigem im Kindergarten, in der Schule oder in der Stadt konfrontiert.
So ignoriert jede Vereinheitlichung in der „Familie des 21. Jahrhundert“ die Interessen des Einzelnen und setzt ihn unter Rechtfertigungsdruck.
Jede Allgemeinmoral, jede Einengung der Wahlmöglichkeiten, jeden Umgang miteinander bis ins Detail zu regeln und Abweichungen zu sanktionieren ignoriert die Interessen und die freie Orientierung des Anderen und löst Stress und Druckgefühle aus.

So haben zum Beispiel Kinder mit ADS/ADHS-Symptomen, wie hohe Ablenkbarkeit, Eltern mit starren Standpunkten, an denen sie lange festhalten. Ein nicht kontrollierbares überaktives Verhalten bei den Kindern deutet auf Eltern hin, die alles unter Kontrolle haben müssen und jeden Umgang miteinander bis ins kleinste Detail regeln. Generell verweisen Kinder mit ADS/ADHS-Symptomen auf unbewegliche, zögernde, an Maßstäben und Regeln festhaltende Eltern, die dann auch noch jede Abweichung entsprechend sanktionieren. Probleme darf es eben nicht geben. Die eigentliche Hintergrundkulisse von psychischen Störungen, Lernstörungen oder Erziehungsproblemen und die damit verbundene Lösung ist, wie“ Eltern ihre Kinder erziehen. Doch dieser Tatsache wird noch viel zu wenig Bedeutung für unsere spätere Lebensentwicklung beigemessen.

Die ältere Generation wurde noch in dem Erklärungsmodell erzogen, dass die Erziehungsschwierigkeiten der Eltern die Erziehbarkeitsprobleme der Zöglinge waren. Alles was schief lief in der Erziehung war im Zögling selbst begründet und nicht im Versagen der Eltern. Diese Haltung hat sich vielfach bis heute fortgesetzt. Eltern, die mit dem Rücken an der Wand stehen und nicht weiter wissen, können sehr viel Macht ausüben. Es ist das dunkle Kapitel der schwarzen Pädagogik!

Extreme Erziehungsmaßnahmen, wie sie in der schwarzen Pädagogik benannt werden, sind gekennzeichnet durch

  • Erwachsene bestimmen über Recht und Unrecht, Eltern haben immer Recht
  • dass das Kind für die Erziehungsprobleme verantwortlich gemacht wird
  • die Erwachsenen und ihre Erziehungsmaßnahmen sind vor jeder Kritik zu schützen
  • dem Kind muß so früh wie möglich der Willen genommen werden
  • dass in der Erziehung alles sehr früh geschehen soll (Erziehungsfetisch des Saueberwerdens)

Die Erziehungsmittel sind allesamt repressiv - wie Liebesentzug, Spott, Demütigung, Ängstigung, Isolierung, Gewaltanwendung, Verschleierung usw.
Diese Art der Erziehung ist bemüht, dem Kind von der ersten Lebensmonaten an Informationen über die Welt und seine Umwelt zu vermitteln, die in gleicher Form schon über Generationen hinweg vermittelt worden sind. Dazu gehört,

  • dass aus Pflichtgefühl Liebe wird
  • dass Gehorsam stark macht
  • dass ein hohes Selbstwertgefühl schlecht ist
  • dass es richtig ist, auf kindliche Bedürfnisse nicht einzugehen
  • dass Eltern immer recht haben
  • dass Härte und emotionale Kälte gut aufs Leben vorbereitet
  • dass die Eltern das Erkenntnismonopol besitzen, Eltern haben immer recht

Manche Erziehungsmethoden sollten wirklich als Menschenrechtsverletzungen angesehen werden und Fernsehsendungen, wie Supernanny, Bootscamps, Jugenddrill etc. müssen vor diesem Hintergrund sehr kritisch hinterfragt werden. So empfiehlt zum Beispiel eine Hebamme, das Kind auch ruhig mal schreien zu lassen, weil es seine Grenzen austestet - und das bei einem 6 Wochen alten Kind!

Doch Erziehungsarbeit sollte Beziehungsarbeit sein. Dazu gehört auch, dass den Kindern Entfaltungsmöglichkeiten gegeben werden und sie sich auch mal entziehen können!
Erziehungsprobleme sind Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen von Eltern und deren Kinder und nicht Störungen in der Psyche eines einzelnen Menschen. Keiner ist allein krank! Die Art und Weise, wie wir erzogen werden führt in der späteren Lebensentwicklung sozialer Beziehungen zu körperlichen und seelischen Störungen.

„Kontaktlücken“ führen zu psychischen Störungen

Von Anfang an erfährt das Kind, dass es den Erwartungen und Wunschvorstellungen der Eltern nicht entspricht oder unerwünscht ist. (Tochter statt Sohn / Wollte das Kind nicht).
So entsteht eine Kontaktlücke in sozialen Beziehungen, ebenso lange Trennungsphasen (Krankenhaus), früher Ausfall der mütterlichen Zuwendung, lieblose, gleichgültige oder gefühlskalte Mütter, oder Kinder, die zu früh „Personal“ überlassen werden.
Oder Mütter, die den Kindern keine Ruhe lassen, Häufiger Wechsel der Bezugspersonen, häufige Reisen, und Mütter, die in das Kind „einbrechen“.
Eltern, die nicht mit dem Leben fertig werden.
Das Kind nimmt sich jetzt selbst als Bezugsperson - „Allein mit sich“

„Entmachtung“ führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das Kind erfährt sich in totaler Abhängigkeit von der Mutter, die das Kind verwöhnen und damit entmachten und sich ihrer bemächtigen. Das Kind erfährt sich nur als Echo der Mutter und versagt in der Konfrontation mit der Welt.
Mutter erzieht das Kind mit „Schuldgefühlen“ - wenn das Kind unvermeidlichen Widerspruch leistet, wird durch Aufzählung, was sie alles Gute getan hat, im Keim erstickt.
Wir haben Schuldgefühle und versagen uns „Selbstwerdung“ - „Der Andere in mir“

„Zwanghafte Erziehung“ führt zu Autoimmunerkrankungen

Das Kind wird in extreme Verhaltensweisen geführt, wen die Eltern zäh an Bestehendem festhalten und Neues schroff ablehnen. Gebote und Verbote zählen mehr als eine warme Beziehung. Alles musste in einer bestimmten Art und Weise geschehen und getan werden, sonst gab es Sanktionen. Beispiel: Die sterbende Mutter
Gut funktionierende Vorführkinder - „Im Bannkreis des Anderen

„Chaotische Eltern“ führen zu Entzündungs- und Degenerationskrankheiten

Die Eltern können das Bedürfnis des Kindes nach Vorbild und Führung nicht erfüllen. Schillernde, chaotische und leidvolle Eltern, die dem Kind zu wenig Orientierung geben.
Das Verhalten der Eltern ist widersprüchlich, unverständlich, unverantwortlich und geben dem Kind zu wenig halt! Die Kinder finden nicht aus der Identifikation (Degeneration) mit ihren chaotischen Eltern heraus oder bleiben in der Rebellion (Entzündung) stecken
Haben die Identität mit sich selbst nicht gefunden - „Mein Leben im Anderen“