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Melodie der Schöpfung

Millionenfach wächst täglich menschliches Leben heran. Aus unscheinbaren Anfängen wird in neun Monaten ein neuer Erdenbürger. Es grenzt an ein Wunder, wie die unzähligen Entwicklungsschritte lückenlos und vor allem fehlerlos ineinander greifen. Der Verdienst der Forscher ist es, dass wir heute wissen, welche Gene den Körper in Einzelsegmente unterteilen. Doch die genetischen Erbanlagen sind nicht der allein bestimmende Faktor, die Umwelt spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle. Die genetische Ausstattung stellt dem Menschen lediglich einen Rahmen bereit. Wie weit dieser Rahmen ausgeschöpft wird, bestimmen die Umwelteinflüsse - und darunter fallen ganz bestimmt auch die im Mutterleib herrschenden Verhältnisse. Die Umwelt ist die Melodie der Schöpfung!

Alles, was eine werdende Mutter isst, trinkt oder einatmet, beeinflusst die Entwicklung des Embryos. Alkohol und Nikotin sind berüchtigt für ihre negativen Wirkungen. Eltern, die während der Schwangerschaft Renovierungen im Haus vorgenommen haben, wie neue Anstriche, verkleben von Teppichen und damit den Dämpfen der Lösungsmittel ausgesetzt waren, verursacht eine Störung im Immunsystem des Embryos. Doch nicht nur toxische Fremdstoffe führen zu einer Störung des Systems. Die emotionalen Beziehungen und Bindungen der Mutter während der Schwangerschaft zum Partner oder anderen nahestehenden Menschen beeinflusst in gleichem Maße auch das Kind im Mutterleib.
Die ersten emotionalen Erfahrungen im Mutterleib beeinflussen das Verhalten außerhalb des Mutterleibes: Wie im Mutterleib so im Leben.
War Todesbedrohung im Mutterleib, wird auch das Leben als bedrohlich und panikmachend erlebt. Wenig Wärme und Geborgenheit führt später im Leben zu Selbstzweifel und Zaghaftigkeit. Pränatale Defizite können im späteren Leben zu Drogensucht, Entfremdung vom Körper, Bindungsängste, Leistungsdruck, Isolation, Aggression und vieles mehr führen.
Im Mutterleib finden mehr traumatische Ereignisse statt als vielfach geglaubt oder vorgestellt wird. Verlust eines Zwillingsgeschwisterchens, Abtreibungsversuch, Mutter raucht, nimmt Drogen, Medikamente und anderes mehr.

Dann traumatische Ereignisse in der Geburtsphase (perinatal) selbst: Eine schwere und langandauernde Geburt, die trockene Geburt, Wehentropf, Geburtszange, Saugglocke, Narkose, Kaiserschnitt, das Weglegen des Säuglings nach der Geburt u.v.a.m.
Und auch im 1.Jahr nach der Geburt (postnatal) kann jede Menge traumatisches Material für die spätere Lebensentwicklung vorhanden sein: Krankenhausaufenthalte ohne Mutter oder hinter einer Glasscheibe, Ersatzmutter Großmutter, Entfernen der Mutter vom Kind und wenige soziale Kontakte.
Diese drei Phasen (pränatal, perinatal, postnatal) stellen die Basis für unser späteres Leben dar. Was am Anfang passiert, beeinflusst alles was folgt.
So sollte das Ziel jeder systemischen Arbeit sein, die traumatischen Ereignis-Bilder aus dieser Anfangsphase unseres Lebens, die uns eng, schwach und krank machen, zu verwandeln in gute Bilder, die uns stärken für ein selbstbestimmtes Handeln im Leben.
Es ist nie zu spät, eine erfüllte Zeit im Mutterleib, eine gute Geburt und ein in tiefer Zufriedenheit gespürtes erstes Lebensjahr gehabt zu haben.