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Fette

Fette gelten allgemeinhin als „Dickmacher“, da diese von allen Makronährstoffen pro Gramm die meiste Energie liefern. Eine fettarme Ernährung galt lange Zeit als Goldstandard zur Gewichtsreduktion.

Aber:  Fette unterscheiden sich erheblich in deren Qualität. Einige Fettsäuren dienen vorwiegend der Energiegewinnung, andere sind essenziell zum Erhalt der Zellfunktion und wirken entzündungshemmend (z.B. Pflanzenöle, Fischfett). Fette fördern das Sättigungsgefühl, in dem diese die Blutzuckerwirkung von Kohlenhydraten minimieren. Einige Fettsäuren wirken zudem direkt sättigend. Hierdurch wird die Energiezufuhr überZwischenmahlzeiten reduziert, was häufig den höheren Kaloriengehalt der Fette kompensiert. In Ländern, in denen bewusst mit Fetten umgegangen wird (z.B. Frankreich), haben weniger Menschen mit Übergewicht zu kämpfen, als in Ländern, mit einem großen Sortiment fettreduzierter Produkte (z.B. Deutschland, USA).

Folglich ist eine pure Fettreduktion nicht die Lösung für das Übergewichtsproblem der Bevölkerung. Ausschlaggebend für das Übergewichtsproblem ist die hohe Zufuhr schnellverfügbarer Kohlenhydrate über Getreide und Getränke, so die Erkenntnisse der letzten Forschungsjahre. Günstiger als das generelle Meiden von Fett ist der Austausch von Fettquellen:

  • Pflanzenöle statt Streichfette zum Kochen
  • Frischkäse oder Schinken statt Butter und Wurst als Brotbelag
  • magere Fleischvarianten wie Steak und Filet bevorzugen statt fettreiche wie Hackfleisch und Speck
  • Öldressing statt Mayonnaise für Salate verwenden
  • Nüsse statt Kartoffelchips knabbern

Gehärtetes Fett
Da pflanzliche Fette oft als gesünder angepriesen werden als tierische, versucht die Lebensmittelindustrie in vielen Produkten tierisches durch pflanzliches Fett zu ersetzen. Pflanzenöle sind im Gegensatz zu Butter und Schmalz allerdings auch bei niedrigen Temperaturen flüssig und müssen vorab künstlich gehärtet werden.

Dieser chemische Umwandlungsprozess führt jedoch dazu, dass aus den ursprünglich gesundheitsfördernden Fettsäuren teilweise synthetische Transfettsäuren entstehen. Da der Körper diese nicht anderweitig verwerten kann, lagern sich die Transfettsäuren bevorzugt in die Gefäßwände ein und fördern das Risiko für Gefäßverengungen bzw. -verschlüsse.

Obwohl einige Hersteller bereits reagierten und den Fetthärtungsprozess so optimiert haben, dass weniger Transfette entstehen, ist es Deshalb ist es empfehlenswert auf Produkte mit gehärtetem Fett, wie Kekse und Backwaren, Pommes frites, Instantgerichte und Margarine weitgehend zu verzichten.